Wann du auf EMA oder EMS Training verzichten solltest!
Ein voller Kalender ist oft ein Grund, Training zu verschieben. Gesundheitliche Einschränkungen sind ein anderer: Hier kann eine Pause oder der Verzicht auf eine Anwendung notwendig sein. Bevor du mit EMA oder EMS startest, solltest du deshalb wissen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wann eine ärztliche Abklärung erforderlich ist.
Nicht jede Anwendung ist für jeden geeignet
Bei Ganzkörper-EMS unterscheiden Fachleute absolute und relative Kontraindikationen. Absolute Gegenanzeigen schließen die Anwendung im nichtmedizinischen Trainingsbereich aus. Bei relativen Gegenanzeigen kommen Anwendungen nur nach ärztlicher Freigabe und unter entsprechend qualifizierter Betreuung infrage.
Eine medizinisch begleitete Behandlung ist dabei etwas anderes als ein gewöhnliches Fitnesstraining. Ergebnisse aus einer klinischen Studie sind keine persönliche Freigabe für ein Training zu Hause.
Beispiele für klare Ausschlussgründe
Die deutschen Konsensempfehlungen von 2024 nennen unter anderem Schwangerschaft, elektronische Implantate wie Herzschrittmacher, Herzrhythmusstörungen, unbehandelten Bluthochdruck, akute Erkrankungen und Infektionen sowie neurologische Erkrankungen einschließlich Epilepsie als absolute Gegenanzeigen für nichtmedizinisches Ganzkörper-EMS. Auch kürzlich erfolgte Operationen im Stimulationsbereich können ein Ausschlussgrund sein. Diese Beispiele ersetzen keine vollständige Prüfung.
Wann eine ärztliche Entscheidung notwendig ist
Diabetes, Tumor- und Krebserkrankungen, Erkrankungen innerer Organe insbesondere der Nieren sowie bestimmte Herz-Kreislauf Erkrankungen gehören in den Empfehlungen zu den relativen Gegenanzeigen. Das bedeutet keine allgemeine Trainingserlaubnis. Zuerst müssen die konkrete Erkrankung, die Anwendung und die erforderliche Betreuung ärztlich beurteilt werden.
Eine Pause kann die richtige Entscheidung sein
Wenn du krank bist, neue Beschwerden bemerkst oder nach einer Behandlung noch nicht weißt, ob Training wieder erlaubt ist, starte keine Anwendung auf eigene Faust. Setze verordnete Medikamente niemals ab, um trainieren zu können. Bei verletzter Haut oder frischen Narben im Elektrodenbereich sind die Herstellerhinweise besonders wichtig. Wir weisen in unserer Anleitung im Detail darauf hin, dort keine Elektroden aufzulegen.
Bereite deine Fragen konkret vor
Nimm die Gebrauchsanweisung und die Informationen zu deinem geplanten Programm zum Arzttermin mit. Frage ausdrücklich nach elektrischer Ganzkörper Muskelstimulation und den erforderlichen Bedingungen. So lässt sich deine Situation besser beurteilen als mit der allgemeinen Frage, ob du Sport machen darfst.
Deine Gesundheit steht bei uns im Mittelpunkt. Wenn du Fragen zur Anwendung hast, helfen wir dir bei der technischen Einordnung. Ob das Training medizinisch für dich geeignet ist, entscheidet deine behandelnde Ärztin oder dein behandelnder Arzt.